E-Bike Leasing, die unendliche Geschichte.

Hätte ich auch nur ansatzweise geahnt, wie laaaaaange meine Firma braucht, um das E-Bike Leasing auf den Weg zu kriegen, hätte ich mir im Winter schon selber ein Rad gekauft. Und wenn ich dafür einen kleinen Kredit aufgenommen hätte. Aber hätte, hätte, Fahrradkette.

Nun ja, letztendlich läuft der Vertrag mit meiner Firma und der Leasinggesellschaft eurorad.de nun seit dem 1. Juli. Das heißt aber nicht, dass ich schon ein Fahrrad habe. Das steht zwar schon beim Händler, privat angezahlt, damit es nicht verkauft wird. Aber vor dem Radfahren steht der Papierkrieg. Überlassungsvertrag, Leasingvertrag, Unterschriften, Weiterleitung, Rückmeldung, Übernahmebestätigung. Ganz schön umständlich. Aber jetzt hoffe ich gaaaanz fest, dass ich noch diese Woche mein Rad abholen kann. Mein altes Rad klappt nämlich bald zusammen. Schrauben plumpsen raus, Schaltung knarrt und kracht, die Kette quietscht. Ich hatte halt nicht mehr wirklich Lust, auf den letzten Metern noch in Reparatur und Pflege zu investieren…

Mein neues Rad ist ein BH-Bike (jaja, klingt doof!), kommt gebürtig aus Spanien und hat einen Motor. Hier, da kann man sich das angucken: KLICK

Ich freu mich wie Bolle. Schliesslich fahre ich schon ganz tapfer seit März so gut wie jeden Tag mit dem Rad. Und es regnet erstaunlich wenig. Ich bin vielleicht 3 Mal in kleine Regenschauer geraten, und das auch nur auf dem Rückweg, da stört mich das eh nicht. Wenn man Regenjacke, -hose und Helmüberzieher hat, ist das auch gut zu überstehen. Aber wie oft ich schon blöden Gegenwind hatte, mag ich nicht mehr zählen. Egal, in welche Richtung ich fahre, wenn es windig ist, kommt er mir entgegen. Auch deshalb freue ich auf die Motorunterstützung. Man kommt halt doch entspannter am Ziel an. Und fährt (hoffentlich!) noch den einen oder anderen Kilometer extra.

Sobald das Rad bei mir angekommen ist, gibt es auch Bilder. Mit mir. Und Helm. 😉

Soundtrack meiner Jugend.

Ich höre mich gerade durch die neueste Greatest-Hits-Platte „30“ von „Fury In The Slaughterhouse“. Ständig bekomme ich eine kleine Gänsehaut und kann textsicher mitsingen, obwohl ich eeeeewig nix mehr von ihnen gehört habe.

„Won´t Forget These Days“, „Time To Wonder“, „Radio Orchid“, alles Klassiker aus den Partyzeiten meiner (nicht ganz so wilden) Jugend. Kennengelernt habe ich die Band (wie immer) durch meine ältere Schwester und die Mitschülerinnen aus Niedersachsen. Da war die Gruppe irgendwie bekannter, als bei uns auf der NRW-Seite.

Leider hat es neulich nicht geklappt, spontan zu einem Konzert nach Hannover zu fahren. Das wäre schon toll gewesen.

„Won´t Forget These Days“ – wenn die Zeiten damals auch nicht immer so toll waren, vor allem während der Schulzeit und im ersten Ausbildungsbetrieb. Trotzdem denkt man gerne dran zurück, zuppelt die besseren Erinnerungen von hinten herbei und stellt sie ganz nach vorne.
Mit der besten Freundin tanzend im dörflichen Tanzsaal, als die Top-40-Kapelle Fury anstimmte.
Auf den Abi-Partys lauthals mitsingend.
Heute morgen bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune im Auto auf voller Lautstärke gröhlend.

Danke dafür, Fury.

Luftpflanzen.

Ich hab ja nicht sooo den grünen Daumen. Bei mir überleben eigentlich nur Sukkulenten und Gummibäume, die es einem nicht übel nehmen, wenn man mal das Giessen vergisst. Zu Hause hab ich mittlerweile eine Glücksfeder dazu gebracht, zu wachsen. Ebenso einen Geldbaum und ähnliche nichtbuntblühende Gesellen. Auch im Büro hab ich es gerne grün, allerdings scheint hier so sehr die Sonne rein, dass blühende Pflanzen im Sommer vor Hitze eingehen. Ausserdem müssen sie ja Wochenenden ohne Wasser und schon mal den Kollegen überleben, der im Urlaub für (zu) nasse Wurzeln sorgt.

Ich bin recht zufällig bei Pinterest über „Luftpflanzen“ (Tillandsien) gestolpert, und mir fiel ein, dass ich so eine Pflanze sogar schon mal hatte. Wenn ich gewusst hätte, was es ist und wie man sie pflegt, hätte sie vielleicht auch länger als ein Jahr überlebt. Ich klickerte mich also durch eine Menge Pinnwände mit wunderschönen Luftpflanzen-Terrarien und anderen Deko-Ideen. Das praktische ist ja, dass Luftpflanzen, wie der Name schon sagt, nur Luft und ein wenig Feuchtigkeit benötigen. Man braucht also keine mit Erde gefüllten Bottiche. Man kann sie sogar einfach an einer dekorativen Schnur aufhängen, wenn man es denn möchte.

Es war aber jetzt gar nicht so einfach, diese Pflanzen zu finden. In den Blumenläden und Gartencentern, die ich mir anschaute, gab es gar keine Tillandsien. Also wieder mal Tante Google bemüht und bei zwei verschiedenen Onlineshops gekauft (Dehner und Exotenherz). Kleine Pumpspray-Fläschchen hab ich ebenfalls geordert, damit die kleinen Gewächse nicht zu nass werden. Man soll übrigens Regenwasser oder entkalktes Wasser benutzen, damit die feinen Poren der Tillandsien nicht verstopfen.

Die Lieferung von Dehner kam gestern an, und auch wenn die Ware „Mini-Tillandsien“ heißt, war ich ob der Größe der Pflanzen erstaunt. Sie waren wirklich Mini. Aber im Endeffekt passten sie doch ganz gut zu der ausgewählten Deko. Vielleicht wachsen sie ja noch ein bisschen.

Einmal Wüstendeko:

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Einmal Küstendeko:

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Nun fehlt noch die Lieferung von Exotenherz, dort habe ich aber auch erst gestern bestellt. Dort sind etwas größere Pflanzen dabei. Vielleicht passen die besser zu den doch etwas groß geratenen Mopani-Wurzelstücken und der großen Glasvase. Ich werde die nächsten Dekorationen natürlich nachreichen.

 

E-Bike in Planung und ein Entschluss, der nicht einfach sein wird.

So ein E-Bike ist ja eine feine Sache. Und steht auf meinem Wunschzettel ganz oben. Leider sind die Dinger ja nicht so wahnsinnig günstig, dass man sich „mal eben“ eins kauft. Aber da gibt es ja noch diese schöne Geschichte des „Dienstrades“. Es gibt diverse Dienstleister (jobrad.org zum Beispiel), die ein tolles Leasingangebot haben und quasi ein „Rundum-Sorglos-Paket“ für Diensträder anbieten und auch den Arbeitgeber bei der Einrichtung unterstützen.

Ich habe also das Thema dem Betriebsrat nah gebracht und dieser hat es auch an unsere Geschäftsführung herangetragen. Nur leider wurde das Konzept anscheinend nicht ganz verstanden und bis jetzt kam noch kein positives Feedback. Im Grunde ist es ein Win-Win-Win-Win-Konzept, wie Herr D. sich eben ausdrückte. Alle ziehen Vorteile daraus: Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Dienstleister und Fahrradindustrie. Ich habe jetzt meinen Chef angeschubst, dass er sich für mich noch mal einsetzt.

Ich habe nämlich einen Entschluss gefasst. Wenn das Fahrrad da ist, kommt das Auto weg.

So lieb ich die kleine Madame Eclair auch habe. Ich bin halt ein Dorfkind und ohne Auto fühle ich mich eigentlich aufgeschmissen. Der letzte Anlauf, ohne Auto zu sein, ist ja fehlgeschlagen (Kauf von Mme Eclair). Aber diesmal möchte ich es wirklich durchziehen.

Mobile Tierärztin.

Die liebe Gräfin Änne erzählte mir, dass wir seit Anfang Oktober eine mobile Tierärztin in Bielefeld haben, die mit einem umgebauten Rettungswagen die Tierhalter besucht. Da ich sowieso mit meinem Schilddrüsen-kranken Dickmops Juri einen Termin zur Blutkontrolle brauchte, dachte ich – probiers mal aus! Vielleicht macht der Grauling dort nicht so eine Randale, wie sonst, wenn er erst Auto fahren muss. Also habe ich einen Termin mit ihr abgestimmt.

Wunderbarerweise nutzt sie als Kommunikationsmittel auch WhatsApp, so dass ich später auch noch ein paar Dinge klären konnte, ohne anzurufen und möglicherweise während einer Behandlung zu stören. Ich hatte schliesslich noch keinerlei Erfahrungen mit mobilen Tierärzten und wie sie bei einem Besuch mit Blutabnahme vorgehen. Ich sollte die Kater zum Termin schon mal jeweils in einer Box parat haben. Soweit, so gut. Zum Glück sind meine beiden Plüschis da pflegeleicht. Blutabnahme und ähnliche Dinge werden direkt im „Behandlungswagen“ gemacht, damit die Katzen die Wohnung nicht mit etwas negativem wie Nadeln etc. verbinden. Normale Untersuchungen können auch in der Wohnung gemacht werden.

Um 15 Uhr war es soweit, das Tierarztmobil hatte hinterm Haus geparkt. Ich bin mit beiden Katern runter und wurde freundlich begrüßt. Wir klärten kurz ab, was gemacht werden soll. Beide sollten ein bisschen Blut abgeben, Juri wegen der SDÜ und Xisco, weil ich einfach mal eine Kontrolle haben wollte, ob alles ok ist – beide sind „schon“ 8 1/2 Jahre alt. Die Tierärztin zückte sofort den Katzensack – und ich war begeistert. Den hattte ich schon im Auge, weil Juri ständig sediert werden musste, um ihm ohne Verletzungsrisiko (Katze und Arzt) eine Blutprobe zu entnehmen. Da Xisco draussen warten sollte, um nicht nervös zu werden, ging ich mit der Box um die Ecke und setzte mich auf eine Bank. Er beobachtete die Vögel in der Hecke – viel schöner, als andere Tiere, fremde Gerüche und Geräusche im Wartezimmer einer Praxis.

Nach ein paar Minuten öffnete sich die Tür des Mobils wieder, und ein relativ entspannter Juri wurde in der Box wieder zu mir gebracht. Laut der Tierärztin war es kein Problem, ihn in den Sack zu verfrachten und den Zugang zu legen. Mir fiel ein kleiner Stein vom Herzen. Endlich kein stundenlang beduselter Kater mehr, der dann auch noch drei Tage beleidigt ist.

Als nächstes war Xisco dran – und nun wollte ich dabei sein und zuschauen. Juri wartete draussen in seiner Box. Auch Xisco ließ sich ohne Probleme in den Katzensack stecken – vorne ein Pfötchen raus, Kanüle rein, fertig. Die Krallen noch etwas gekürzt, nebenbei ein paar Streicheleinheiten. Xisco ist wirklich ein Schätzchen.

Ich zeigte der Ärztin noch die alten Befunde von Juri, damit sie sich ein Bild machen kann, wenn die neuen Werte kommen. Sie sah zum Glück keine schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme auf mich zukommen, er ist recht gut eingestellt mit seinem Schilddrüsenmedikament. Dann gab es gab noch einen guten Tipp bezüglich einer Alternative zum Kortison, dass Juri wegen eines sehr starken Juckreizes (Allergie?) bekommt.

Bezahlung erfolgte per EC-Karte, die Rechnung und Blutwerte folgen dann per E-Mail. Der einzige Preisunterschied zu einer normalen Tierarztpraxis sind die Fahrtkosten, die zusätzlich berechnet werden. Diese gleichen sich in meinem Fall aber zu meinem Vorteil aus – ich brauche Juri nicht mehr sedieren zu lassen und habe sehr entspannte Kater! Yay! In dem Tierarztmobil können fast alle Untersuchungen, Behandlungen und viele Operationen gemacht werden, sogar digitales Röntgen ist möglich.

Ich bin sehr zufrieden mit der mobilen Tierärztin – sie ging sehr souverän und ruhig mit den Tieren um. Die Kater waren, sobald ich sie in der Wohnung wieder laufen ließ, relativ unbeeindruckt von den Geschehnissen. Ziemlich schnell hatten sie sich wieder berappelt und wirkten normal. Ich werde wohl weiterhin Kundin von Frau Radelof bleiben.

Bericht der OWL Lokalzeit bei Facebook

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Stadtradeln.

Es geht los! Gestern war die Auftaktveranstaltung – wir konnten durch die Bielefelder Innenstadt radeln. Als geschlossener Verbund – und somit über 16 rote Ampeln! Selbst durch den Ostwestfalentunnel durften wir fahren. Ziemlich cool.

So waren die ersten 16 km fürs Stadtradeln schnell auf dem Zähler. Der Blick auf das Wetter für diese Woche ist leider nicht so prickelnd. Viel Wolken und Regen sind angesagt. Aber sogar ich „Schönwetterradler“ bin heute in der Regenpause zwischen 7 und 8 Uhr zum Büro geradelt. Mal schauen, ob ich auch trocken wieder nach Hause komme.

Ich merke bereits, dass ich bei Vielnutzung des Rades wohl auch den ein oder anderen handwerklichen Einsatz hinbekommen sollte. Im Moment streiken die kleinen Gänge meiner Kettenschaltung. Wie gut, dass es ein paar versierte Menschen bei uns in der Firma gibt, die mir nachher helfen wollen, damit ich nicht auf halber Strecke liegen bleibe.

Ich freue mich auf die nächsten Wochen und hoffe, möglichst viele Kilometer ohne mein (doch sehr geliebtes kleines) Auto zu schaffen.