Soundtrack meiner Jugend.

Ich höre mich gerade durch die neueste Greatest-Hits-Platte „30“ von „Fury In The Slaughterhouse“. Ständig bekomme ich eine kleine Gänsehaut und kann textsicher mitsingen, obwohl ich eeeeewig nix mehr von ihnen gehört habe.

„Won´t Forget These Days“, „Time To Wonder“, „Radio Orchid“, alles Klassiker aus den Partyzeiten meiner (nicht ganz so wilden) Jugend. Kennengelernt habe ich die Band (wie immer) durch meine ältere Schwester und die Mitschülerinnen aus Niedersachsen. Da war die Gruppe irgendwie bekannter, als bei uns auf der NRW-Seite.

Leider hat es neulich nicht geklappt, spontan zu einem Konzert nach Hannover zu fahren. Das wäre schon toll gewesen.

„Won´t Forget These Days“ – wenn die Zeiten damals auch nicht immer so toll waren, vor allem während der Schulzeit und im ersten Ausbildungsbetrieb. Trotzdem denkt man gerne dran zurück, zuppelt die besseren Erinnerungen von hinten herbei und stellt sie ganz nach vorne.
Mit der besten Freundin tanzend im dörflichen Tanzsaal, als die Top-40-Kapelle Fury anstimmte.
Auf den Abi-Partys lauthals mitsingend.
Heute morgen bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune im Auto auf voller Lautstärke gröhlend.

Danke dafür, Fury.

Luftpflanzen.

Ich hab ja nicht sooo den grünen Daumen. Bei mir überleben eigentlich nur Sukkulenten und Gummibäume, die es einem nicht übel nehmen, wenn man mal das Giessen vergisst. Zu Hause hab ich mittlerweile eine Glücksfeder dazu gebracht, zu wachsen. Ebenso einen Geldbaum und ähnliche nichtbuntblühende Gesellen. Auch im Büro hab ich es gerne grün, allerdings scheint hier so sehr die Sonne rein, dass blühende Pflanzen im Sommer vor Hitze eingehen. Ausserdem müssen sie ja Wochenenden ohne Wasser und schon mal den Kollegen überleben, der im Urlaub für (zu) nasse Wurzeln sorgt.

Ich bin recht zufällig bei Pinterest über „Luftpflanzen“ (Tillandsien) gestolpert, und mir fiel ein, dass ich so eine Pflanze sogar schon mal hatte. Wenn ich gewusst hätte, was es ist und wie man sie pflegt, hätte sie vielleicht auch länger als ein Jahr überlebt. Ich klickerte mich also durch eine Menge Pinnwände mit wunderschönen Luftpflanzen-Terrarien und anderen Deko-Ideen. Das praktische ist ja, dass Luftpflanzen, wie der Name schon sagt, nur Luft und ein wenig Feuchtigkeit benötigen. Man braucht also keine mit Erde gefüllten Bottiche. Man kann sie sogar einfach an einer dekorativen Schnur aufhängen, wenn man es denn möchte.

Es war aber jetzt gar nicht so einfach, diese Pflanzen zu finden. In den Blumenläden und Gartencentern, die ich mir anschaute, gab es gar keine Tillandsien. Also wieder mal Tante Google bemüht und bei zwei verschiedenen Onlineshops gekauft (Dehner und Exotenherz). Kleine Pumpspray-Fläschchen hab ich ebenfalls geordert, damit die kleinen Gewächse nicht zu nass werden. Man soll übrigens Regenwasser oder entkalktes Wasser benutzen, damit die feinen Poren der Tillandsien nicht verstopfen.

Die Lieferung von Dehner kam gestern an, und auch wenn die Ware „Mini-Tillandsien“ heißt, war ich ob der Größe der Pflanzen erstaunt. Sie waren wirklich Mini. Aber im Endeffekt passten sie doch ganz gut zu der ausgewählten Deko. Vielleicht wachsen sie ja noch ein bisschen.

Einmal Wüstendeko:

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Einmal Küstendeko:

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Nun fehlt noch die Lieferung von Exotenherz, dort habe ich aber auch erst gestern bestellt. Dort sind etwas größere Pflanzen dabei. Vielleicht passen die besser zu den doch etwas groß geratenen Mopani-Wurzelstücken und der großen Glasvase. Ich werde die nächsten Dekorationen natürlich nachreichen.

 

E-Bike in Planung und ein Entschluss, der nicht einfach sein wird.

So ein E-Bike ist ja eine feine Sache. Und steht auf meinem Wunschzettel ganz oben. Leider sind die Dinger ja nicht so wahnsinnig günstig, dass man sich „mal eben“ eins kauft. Aber da gibt es ja noch diese schöne Geschichte des „Dienstrades“. Es gibt diverse Dienstleister (jobrad.org zum Beispiel), die ein tolles Leasingangebot haben und quasi ein „Rundum-Sorglos-Paket“ für Diensträder anbieten und auch den Arbeitgeber bei der Einrichtung unterstützen.

Ich habe also das Thema dem Betriebsrat nah gebracht und dieser hat es auch an unsere Geschäftsführung herangetragen. Nur leider wurde das Konzept anscheinend nicht ganz verstanden und bis jetzt kam noch kein positives Feedback. Im Grunde ist es ein Win-Win-Win-Win-Konzept, wie Herr D. sich eben ausdrückte. Alle ziehen Vorteile daraus: Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Dienstleister und Fahrradindustrie. Ich habe jetzt meinen Chef angeschubst, dass er sich für mich noch mal einsetzt.

Ich habe nämlich einen Entschluss gefasst. Wenn das Fahrrad da ist, kommt das Auto weg.

So lieb ich die kleine Madame Eclair auch habe. Ich bin halt ein Dorfkind und ohne Auto fühle ich mich eigentlich aufgeschmissen. Der letzte Anlauf, ohne Auto zu sein, ist ja fehlgeschlagen (Kauf von Mme Eclair). Aber diesmal möchte ich es wirklich durchziehen.

Stadtradeln.

Es geht los! Gestern war die Auftaktveranstaltung – wir konnten durch die Bielefelder Innenstadt radeln. Als geschlossener Verbund – und somit über 16 rote Ampeln! Selbst durch den Ostwestfalentunnel durften wir fahren. Ziemlich cool.

So waren die ersten 16 km fürs Stadtradeln schnell auf dem Zähler. Der Blick auf das Wetter für diese Woche ist leider nicht so prickelnd. Viel Wolken und Regen sind angesagt. Aber sogar ich „Schönwetterradler“ bin heute in der Regenpause zwischen 7 und 8 Uhr zum Büro geradelt. Mal schauen, ob ich auch trocken wieder nach Hause komme.

Ich merke bereits, dass ich bei Vielnutzung des Rades wohl auch den ein oder anderen handwerklichen Einsatz hinbekommen sollte. Im Moment streiken die kleinen Gänge meiner Kettenschaltung. Wie gut, dass es ein paar versierte Menschen bei uns in der Firma gibt, die mir nachher helfen wollen, damit ich nicht auf halber Strecke liegen bleibe.

Ich freue mich auf die nächsten Wochen und hoffe, möglichst viele Kilometer ohne mein (doch sehr geliebtes kleines) Auto zu schaffen.

Hermannslauf 2016 – Einleitung.

Ganz langsam werde ich nervös. Noch 3 Tage und der Rest von heute. Auch wenn wir „nur“ wandern, bereiten wir uns auch schon ein ganzes Jahr darauf vor. Vor 10 Jahren, als ich noch etwas mehr „richtig“ gelaufen bin, war es immer ein kleiner, heimlicher Traum, mal so fit zu sein und den Hermann mitzumachen. Mit dem Laufen hat es nicht so geklappt, ich hoffe nun, dass meine Füße mich im Wandertempo ins Ziel tragen. Denn eigentlich ist das die einzige Sorge die ich habe – das meine Füße bei der Strecke von 31,1 km schlapp machen. Ich habe seit Wochen Schmerzen im linken Fuß und kann sie mir nicht erklären. Aber ich werde mich durchbeißen. Jetzt muss ich mir nur noch Gedanken machen, was ich anziehe und mitnehme. Es soll kalt werden…

Am Samstag holen wir unsere Startnummern ab (ich hab die 8060, falls mich jemand sucht!)  und machen danach ein Pasta-Essen zum Energietanken.

Am Sonntag wollen wir um ca. 8 Uhr auf die Strecke, damit wir die längste Zeit ohne die knapp 7.000 Läufer haben. Denn das wird mit Sicherheit an manchen Stellen eng. Wir planen, die Strecke innerhalb von 6 Stunden zu schaffen.

Drückt uns die Daumen!