Morrissey.

Letzte Woche Mittwoch war ich tatsächlich bei Morrissey im Capitol Hannover. Obwohl ich lange zweifelte, ob er wirklich auftreten würde. Die Konzerte vorher mussten wegen Erkrankungen in der Band abgesagt werden. 3 Stunden vorher habe ich noch einmal die Website des Capitol gecheckt, alles klar, keine Absage. Auf nach Niedersachsen!

Nach der Ankunft habe ich mich gleich in die Schlange vorm Einlass eingereiht. Kalt wars. Und viele Leute wanderten umher um noch eine Karte für das ausverkaufte Haus zu bekommen. Aber da war wohl nicht viel zu machen.

Der Einlass ging fix, ich hätte sogar noch einen Platz in den ersten 4 Reihen bekommen. Doch meine sehr hartnäckige Erkältung und Husten hielten mich davon ab. Das Capitol ist recht überschaubar, man konnte von überall im Raum sehr gut die ganze Bühne sehen. Im Grunde lief das Konzert auch wie 2009 in Bremen im Pier 2 ab. Es gab keine Vorband, es liefen Videos auf einem Vorhang vor der Bühne. Unter anderem auch ein Zusammenschnitt der besten Szenen „Stier spießt Torrero auf“ zu seinem Song „The Bullfighter Dies“. Da konnte ich schon mal nicht hinsehen.

Um kurz nach 20 Uhr kam Morrissey dann auf die Bühne, erstaunlich gut gelaunt, erstmal ein paar Witze auf Kosten der Queen. Nunja, kennt man, weiss man. Als er mit „The Queen Is Dead“ startete, bekam ich sofort eine Gänsehaut. Diese Stimme ist einfach der Hammer. Damals in Bremen hatte er Probleme mit den Stimmbändern. Dieses Mal ganz offensichtlich nicht. Wahnsinn!

Die Songauswahl war ganz ok, ich hab mal die Setlist von einer anderen Seite gemopst:

01. The Queen Is Dead
02. Speedway
03. Kiss Me a Lot
04. The Bullfighter Dies
05. Suedehead
06. Trouble Loves Me
07. Staircase at the University
08. How Soon Is Now?
09. Neal Cassady Drops Dead
10. I’m Throwing My Arms Around Paris
11. Kick the Bride Down the Aisle
12. I’m Not a Man
13. Istanbul
14. World Peace Is None of Your Business
15. Meat Is Murder
16. Asleep (Z)
17. Everyday is like Sunday (Z)

Mir fehlten leider ein paar Highlights, z.B. „This Charming Man“, „Irish Blood, English Heart“, „There´s A Light…“ oder auch „The First Of The Gang To Die“. Irgendwie war die Zeit schnell rum… Um kurz nach 22 Uhr wars vorbei.

Und etwas gefiel mir überhaupt nicht (ja, ich weiß, er ist Tierschützer, Vegetarier, sehr krass in seinen Ansichten… blabla): Das PETA-Video während „Meat Is Murder“. Ich hätte fast lang hingespuckt. Konnte nicht hinsehen. Muss das unbedingt sein? Er kann doch im Grunde davon ausgehen, dass (fast) alle Besucher des Konzertes „Bekehrte“ sind. Die Leichtigkeit, die Wärme des Konzertes vorher war mit einem Schlag bei mir vorbei. Wirklich schade. Da hätte mir nicht mal das Flötenspiel bei „There´s A Light…“ drüber hinweg geholfen. Über 60 EUR für knapp 90 Minuten Konzert inklusive PETA-Film-Würgereflex. Hmm.

Wenn man die negativen Punkte einfach vergisst, war es trotzdem schön. Er hat wirklich großartig gesungen. Und nur ein Hemd ausgezogen.

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